Wer hätte das gedacht. Ich habe es doch tatsächlich geschafft, den ersten richtigen Reisebeitrag aus Kopenhagen für euch online zu stellen. Lange habe ich gebraucht um alle Bilder zu bearbeiten und mich wieder einzufinden. Aber bevor ich erneut in den Urlaub gehe, wollte ich die Beiträge einfach online stellen.

Unser 5-Tages-Trip nach Kopenhagen fand Ende April und Anfang Mai statt. Schon lange her oder. Daher muss ich mir echt Mühe geben, alles zu rekonstruieren, damit ich nichts vergesse. Insgesamt wird es neben dem Food Diary und dem Hotelbericht noch (mit diesem hier) drei weitere Beiträge geben. Zwei Beiträge darüber, was ich in Kopenhagen gesehen habe und was man sich ansehen kann und ein weiterer Beitrag mit Infos, die ansonsten nirgends ihren Platz gefunden haben. Die aber trotzdem erwähnenswert sind. Ich hoffe die Reihe gefällt euch.

Ich finde es immer schwer einen Punkt zu finden bei dem man beginnt, wenn man über Städtereisen berichtet. Daher gehe ich dieses Mal vom Zentrum aus und wie starten am Hauptbahnhof.

Tivoli

Direkt gegenüber vom Hauptbahnhof sieht man schon den Tivoli. Von Anfang an  wusste ich, dort will ich hinein. Und dann? Ja und dann war wegen Renovierung gesperrt.  Ich hätte weinen können, denn der Tivoli steht wirklich mitten in Kopenhagen und dabei handelt es sich um einen Vergnügungspark. In Deutschland müssen wir teilweise ewig in die Pampa fahren um Achterbahn fahren zu können. Und in Kopenhagen ist ein Vergnügungspark einfach direkt in der Stadt. Der Tivoli existiert seit 1843 und ist damit einer der weltweit ältesten Parks und trotzdem sieht er immer noch Piccobello aus.  Im Park gibt es einen schönen See, der von den Fahrattraktionen und Achterbahnen umgeben ist. Tut mit einen Gefallen, wenn ihr mal vor Ort seid und die Möglichkeit habt, hinein zu gehen, fahrt für mich mit. Ironischerweise hat der Tivoli am Tag unserer Abreise wieder eröffnet. Ironie des Schicksals, aber nur ein Grund mehr wiederzukommen. Vor allem bei Nacht soll es ein richtiges Spektakel sein.

Where? Vesterbrogade 3, 1630 København V, Dänemark

Ny Carlsberg Glyptotek

Ich bin ein kleiner Museumsgänger, so bald ich wegen einer Copenhagen Card freien Eintritt bekomme. Also ging es für uns natürlich in die Glyptothek. Das Museum besteht aus verschiedenen Abteilungen, wer auf Kunst steht kommt hier also definitiv auf seine Kosten. Es gibt viele römische und griechische Skulpturen, aber auch Gemälde von dänischen Künstlern oder andere Kunstinstallationen. Ich bin ehrlich mit euch – wer daran kein Interesse hat, kann sich den Besuch eigentlich sparen. Aber was sich wirklich lohnt zu sehen, ist die Glaskuppel, die die zwei Museumsteile verbindet. Denn unter dieser Glaskuppel kann man kurz in einem kleinen Palmengarten ausspannen. Die Bilder oben stammen von dort und ich hätte dort Stunden sitzen können. Einfach traumhaft und toll gemacht.

Where? Dantes Plads 7, 1556 København, Dänemark

Rådhus

Das Rathaus und der dazugehörende Rathausplatz lockt viele Straßenkünstler an. Wer also kurz ein wenig Musik lauschen will sollte hier vorbeigehen. Vor allem ist es ein ganz guter Knotenpunkt um weiterzuwandern.
Wer das Rathaus nicht nur als Orientierungspunkt nehmen will, kann zum einen den großen Festsaal ansehen oder auf den Rathausturm steigen. Über 100 Meter weit oben könnt ihr Kopenhagen aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Aber die über 300 Stufen müsst ihr dafür schon auf euch nehmen.

Where? Rådhuspladsen 1, 1599 København, Dänemark

Strøget

Die Strøget ist eigentlich nur eine Fußgängerzone. Aber alle die mal ordentlich Shoppen wollen, kommen an diesem Eck nicht vorbei. Man sieht direkt wie sie am Rathausplatz startet und sich über einen Kilometer weit zieht. Die Seiten sind gesäumt mit allen möglichen Läden. Also jeder der die Absicht hat, Geld auszugeben, wird hier glücklich. Ich habe mir hier einiges gegönnt bei Vero Moda und anderen Geschäften. Die Sachen in den Läden waren um einiges cleaner als bei uns in Deutschland. Geradliniger, weniger Print und irgendwie mehr meinem Geschmack entsprechend. Daher kann ich nur raten, dort mal vorbei zu schlendern.

Where? Vom Rådhuspladsen bis zum Kongens Nytorv 

Amagertorv

Der Amagertorv ist ein großer Platz auf den ihr auf jeden Fall stoßen werdet, wenn ihr die Strøget entlang geht. Hier könnt ihr euch nach einer guten Shoppingtour kurz entspannen, indem ihr einen Kaffee in den zahlreichen Cafes oder Restaurants trinkt. Aber hier findet ihr auch viele weitere coole Shops. Zum Beispiel Shops mit dänischem Design, Porzellan und Glas. Hier lohnt sich definitiv ein Blick hinein. Vor allem bei dänischem Design werde ich ja grundsätzlich schwach.
Aber auch die Architektur rund um den Platz mach einiges her und ist einen Besuch wert.

Where? Amagertorv, 1160 København, Dänemark

Rundetårn

Der runde Turm ist nicht zu übersehen. Er ist 36 Meter hoch und wenn ihr hoch wollt, dürft ihr 206 Meter lang gehen. Im Turm selber sind nämlich keine Stufen oder Treppen, sondern ein gewundener Gang nach oben. Natürlich wollte ich da hoch steigen. Auf den letzten Meter muss man eine kleine schmale Treppe besteigen. Und schon steht man auf der Aussichtsplattform und kann über die Kopenhagener Innenstadt blicken. Ungefähr nach zwei Drittel weg, kommt ihr noch an einem kleinen Museum vorbei in das ihr auch hinein gehen könnt.

Übrigens befindet sich der Turm in der Købmagergarde, das ist noch eine Straße mit vielen coolen Shops und Läden. Hier habe ich auch einen Buchladen gefunden, in den ich am liebsten eingezogen wäre. Aber auch für Kleidung und Make Up findet hier jeder das perfekten Spot um sich Umzusehen.

Købmagergade 52A, 1150 København, Dänemark

Holmens Kirke & Børsen

Die Børsen ist an sich nicht sonderlich interessant, aber in allen meinen Städtebeiträgen kam stark durch, dass ich Architektur liebe. Und der Turm der Börse macht mich daher unheimlich glücklich. Der Turm besteht nämlich aus vier Drachen, die ineinander verschlungen sind. Wie cool sieht dass denn aus?

Holmens Kirke sehr ihr automatisch, wenn ihr euch für eine Kanaltour entscheidet. Sie liegt nämlich direkt am Wasser. Auf den ersten Blick wirkt die Kirche nicht sonderlich imposant, aber es ist die Kirche in der die Königin geheiratet hat. Die Dänen stehen total auf ihr Königshaus, daher ist das hier definitiv erwähnenswert.

Where? Holmens Kanal 21, 1060 København K, Dänemark // Børsen 1217 København K, Dänemark

Christiansborg

Kopenhagen hat einige Schlösser. Eines davon ist Christiansborg. Früher lebte hier die Königsfamilie, aber heute tagt hier das dänische Parlament. Die Königin empfängt hie auch  Gäste, diese Räumlichkeiten können auch besichtigt werden.
Christiansborg hat auf den ersten Blick wenig Charme. Es ist groß, massiv, dunkel und hat wenig Dekoration. Aber trotzdem finde ich es sehr eindrucksvoll und vor allem mit dem großen Platz davor, wirkt es einfach imposant und eindrucksvoll.

Where? Prins Jørgens Gård 1, 1218 København, Dänemark

Dansk Jødisk Museum

Die meisten europäischen Länder haben jüdische Museen. Auch in Kopenhagen findet man eines, dass darüber berichtet, wie Dänemark tausende Juden gerettet hat. Im Museum erfährt man viel über die Geschichte, jüdische Traditionen und Lebensweisen. Definitiv interessant.
Das Museum selber glänzt mit einer genialen Architektur. Keine der Wände ist gerade, es gibt viele Winkel und Ecken. Selbst der Boden verläuft an manchen Stellen nach oben oder nach unten. Große rautenförmige Gebäudeteile sind Teilt der Vitrinen und schaffen so ein ganz besonderes Ambiente. Das Museum ist sehr klein vermittelt aber ganz viel wichtiges.

Where? Proviantpassagen 6, 1218 København K, Dänemark

Achtung hier kommt das Klischee. Natürlich musste ich Bücherwurm mir eine Bücherei ansehen. Ich konnte nicht daran vorbeigehen. Direkt an einem Kanal erkennt man einen großen schwarzen Block aus schwarzem Granit. Massiv und dunkel steht er da und sieht hauptsächlich richtig massig aus. Daher auch der Name: der schwarze Diamant. Beim richtigen Wetter reflektiert er auch die Sonne und glänzt richtig.

Von außen ist er schon wirklich eindrucksvoll, aber vorallem innen kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Kopenhagener Bibliothek erstreckt sich über mehrere Stockwerke. Mit industriell wirkenden Treppen ist alles miteinander verbunden. Auf den Stockwerken selbst ist allerdings durchgängig Parkett verlegt und man sieht immer wieder Regale mit richtig alten Büchern. Das Herzstück für mich, war die große Glasfront aus der man von eine der Verbindungsgbrücken, direkt auf den Kanal schauen konnte.

Where? Søren Kierkegaards Plads 1, 1221 København K, Dänemark

6 Comments on Travel | City Trip Kopenhagen pt. 1

  1. Janine
    11. August 2017 at 14:44 (1 Monat ago)

    Liebe Anni,
    Kopenhagen kenne ich bisher nicht „persönlcih“, aber Dein Reisebericht hat richtig Lust gemacht, dorthin zu gehen 😀
    Besonders cool finde ich den runden Turm, speziell 😀
    Hach und Vero Moda ist ja nur ein weiterer Pluspunkt 😉
    Liebste Grüsse
    Janine von https://www.vivarubia.ch/

    Antworten
  2. dahi tamara
    11. August 2017 at 15:39 (1 Monat ago)

    ich war bisher nur einmal in kopenhagen, und habe es geliebt. deine fotografischen momentaufnahmen wecken heimweh nach drüben.

    liebe grüße
    dahi tamara

    Antworten
  3. paapatya
    12. August 2017 at 22:51 (1 Monat ago)

    wow, was für schöne Eindrücke. Ich war auch schon mal In Kopenhagen und fand es sehr schön dort 🙂

    Liebste Grüße, Berna von paapatya’blog

    Antworten
  4. Bettina
    16. August 2017 at 15:39 (1 Monat ago)

    Danke für die Tipps, ich war ewig lange in Kopenhagen und danke finde ich die Tipps für meinen nächsten Städtetrip sehr hilfreich, wir wollten im Winter vielleicht hin 😉 Besonders die ny carlsberg Glyptothek gefällt mir.

    Antworten
  5. Eve
    20. August 2017 at 21:01 (1 Monat ago)

    Hi Anni,

    sehr schöne Eindrücke, die du da aus Kopenhagen mitgebracht hast. Ich liebe diese Stadt. War letztes Jahr für eineinhalb Tage dort und habe ein paar der Sehenswürdigkeiten angesehen. Muss aber unbedingt wieder für länger hin. Da werde ich deine Tipps sicher gebrauchen können.

    Komm gut in die Woche.
    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

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