About Anni | Beziehungen

Letztens habe ich noch einen Beitrag über Generation Beziehungsunfähig geschrieben und mich sehr über diese Bezeichnung aufgeregt. Der Beitrag hat bei euch sehr großen Anklang gefunden, was mich sehr gefreut hat. Daher dachte ich mir, ich könnte meiner Beziehung mal einen Faktenpost widmen.

fakt ist beziehungIn meinem Leben hatte ich bisher drei Beziehungen: 1,5 Jahre, 2,5 Jahre und die Beziehung mit Olli hält nun schon seit fünf Jahren. Fünf wundervolle Jahre mit Höhen und Tiefen und einer kleinen Unterbrechung am Anfang, die schnell und erfolgreich überwunden wurde. Ich will ja nicht zu voreilig sein, aber ich glaube das wird auch meine letzte Beziehung sein. An manchen Tagen fühle ich mich mit ihm wie ein Puzzle bei dem wirklich jedes Teil problemlos zueinander passen. An anderen Tagen muss man die Teile schon mit Gewalt zusammen pressen, aber gemeinsam schaffen wir das immer.

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Ich habe scheinbar ein unheimliches Faible für Fernbeziehungen. Zwei meiner drei Beziehungen waren Fernbeziehungen. Entfernung ca. 300km. Aber ich kam damit eigentlich immer sehr gut zurecht. Als ich dann meine Zusage für das Studium in Weingarten bei Ravensburg bekam und Olli seine zweite schulische Ausbildung in Isny begonnen hatte, habe wir es endlich geschafft zusammen zu ziehen. Und glaubt mir wenn euch sonst immer 300km getrennt haben, ist das Zusammenziehen wundervoll aber auch gleichzeitig eine der größten Herausforderungen eurer Beziehung. Das war übrigens vor 3 Jahren.

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Als Einzelkind war ich nie dazu gezwungen Kompromisse eingehen zu müssen. Ich hatte immer den unheimlichen Luxus nur mit mir selber klarkommen zu müssen. Auch mein Freund  ist ein Einzelkind und ist bezüglich Kompromissen genauso ein blutiger Anfänger, wie ich gewesen. Vor allem zu Anfang hat das bei uns zu einigen Reibereien geführt, vor allem was den Haushalt betrifft. Zu Beginn haben wir wirklich – wie in einer WG – einen Putzplan benötigt, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Inzwischen hat sich das zum Glück eingependelt und wir arbeiten miteinander und nicht mehr gegeneinander. Wie ich es immer sage: Eine gute Beziehung braucht Kompromisse.

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Olli sagt immer, ich bin eine der einfachsten Freundinnen der Welt. Klar habe ich meine Macken, aber mir würde es nie in den Sinn kommen ihn bei seiner Freizeitgestaltung einzuschränken – auch wenn sie mich ausschließt. Dadurch dass ich gerne alleine bin und ein großes Problem mit Abstand und Nähe habe, ist die Beziehung selber schon ein großes Kompliment an ihn. Ich benötige oft einen Tag für mich, ganz alleine auf der Couch. Olli ist darüber ganz froh, denn ich denke niemand von seinen Freunden kann so oft einen Männertag veranstalten wie er. Kart fahren, Zocken, einfach mal mit den Jungs am See sitzen. Eine kleine Auszeit voneinander nehmen gehört für uns dazu und ich war noch nie eine Freundin, die die Leine besonders kurz gehalten hat oder ihn an solchen Tagen mit Whats App Nachrichten bombardiert hat. Sind wir ehrlich – von solchen Frauen gibt es nämlich viel zu viele. So lange ich weiß, dass wir abends wieder gemeinsam auf der Couch sitzen, ist alles super für mich.

 

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4 Kommentare

  1. 29. Juni 2016 / 21:06

    “An manchen Tagen fühle ich mich mit ihm wie ein Puzzle bei dem wirklich jedes Teil problemlos zueinander passen. An anderen Tagen muss man die Teile schon mit Gewalt zusammen pressen, aber gemeinsam schaffen wir das immer.”

    Das hast du so schön geschrieben, Anni. So wahr und schön zugleich.
    Ich finde es auch ganz wichtig, dass man in der Beziehung seinen Freiraum hat. Ich habe auch kein Problem damit, wenn wir am Tag getrennt sind. Über Nacht sieht es dann schon wieder ganz anders aus, und länger als eine Nacht ist für mich irgendwie … schwierig.
    Früher hat er das immer belächelt und gemeint, da gab es jetzt ja überhaupt kein Problem. Nun hat er gemerkt, dass er nicht richtig einschlafen kann, wenn ich nicht daneben lieg. Was hab ich fett gegrinst xD.

  2. 29. Juni 2016 / 22:47

    Sehr schön geschrieben 🙂 Ich finde es sehr wichtig, dass man sich in einer Beziehung trotz aller Nähe, die ja auch wunderschön ist, dennoch auch genug Freiraum lässt, ich glaube nur so kann es auf Dauer gut funktionieren.

    Liebe Grüße, Mona

  3. 30. Juni 2016 / 20:22

    Oh nein, Fernbeziehungen wären wirklcih gar nichts für mich 😀 Aber schön das ihr es überstanden habt und jetzt schon so lang zusammen wohnt. Ich wünsche euch noch alles Liebe für die Zukunfst.
    Liebst, Katja
    http://www.amoureuxee.de

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