Ist Sport noch Mord?

Wenn man mir vor einem Jahr erzählt hätte, dass ich mal einen Beitrag über Sport schreiben würde, dann hätte ich mich vor Lachen wohl auf den Boden setzen müssen, damit ich nicht umfalle. Aber hier ist er nun – mein Beitrag über meine Sportroutine und Erkenntnisse die ich machen durfte.

sporty_04Wisst ihr ich liebe gutes Essen, habe eine Schilddrüsenunterfunktion, bin ein Sportmuffel und hatte in der Vergangenheit mit einer Essstörung zu kämpfen. Ich habe die perfekten Voraussetzungen um wie ein Hefezopf bei 180° im Ofen aufzugehen.
Zusätzlich dazu kam in der Vergangenheit meine extrem schlechte Kondition, schlechte Blutwerte und ein Kreislauf der öfters dafür gesorgt hat, dass ich halb ohnmächtig auf dem Boden lag, dazu. Ihr seht ich bin ein körperliches Wrack. (Was eine Bloggerin, die nicht super sportlich ist und Kleidergröße XS trägt – Skandal!)
Also musste ich in der Vergangenheit langsam einsehen, dass mir nur noch ein gesundes Maß an Sport helfen kann, nicht nur um meine Gewichtsschwankungen in den Griff zu bekommen, sondern auch um meine Gesundheit nicht aufs Spiel zu setzen.

Also habe ich meinen inneren Schweinehund auf eine  friedlichen Koexistenz angesprochen und wir haben uns darauf geeinigt das Sport (und gesunde Ernährung aber darum soll es ja heute nicht gehen) in den festen Tagesplan aufgenommen wird. Oder wenigstens an 3-4 Tagen in der Woche.

Meisten sportel ich zu Hause hinter verschlossenen Türen. Ich gehe sehr ungern ins Fitnessstudio, warum kann ich gar nicht sagen. Ist einfach nicht meine Tasse Tee. Daher habe ich mir einfach alles zugelegt, was ich brauche um daheim sportlich zu sein. Mein Hula Hoop Reifen mit 2kg Gewicht, hilft mir mein Bindegewebe zu stärken. Wenn ich Cardio mache gehe ich auf meinen Crosstrainer und bei gutem Wetter gehe ich Inlinern. Ansonsten habe ich mir ein Abo der Plattform Mein-Fitnessraum zugelegt.  Das einzige was ich dafür brauche sind Hanteln. Den Rest kann man mit Eigengewicht absolvieren und so einiges an Muskeln aufbauen, ohne dass ich zu den Geräten im Fitnessraum tingeln muss. Ich denke viele unterschätzen wie effektiv Training mit Eigengewicht sein kann. Liegestütze und Burpees sind aus gutem Grund so verdammt anstrengend. Ich habe für mich feststellen dürfen, dass ich gar kein Abo für ein Fitnessstudio brauche, ich brauche nur Durchhaltevermögen um mich von der Couch zur Sportmatte zu bewegen und mich aufzuraffen nun Sport zu machen. Und ganz ehrlich, das fällt mir immer einfacher. Langsam macht es mir sogar richtig Spaß und ich merke wie es mir nach einer Sporteinheit besser geht. ich mach 3-4 Mal die Woche Sport. Dabei wechsele ich immer zwischen Cardio und Krafteinheiten ab. Früher dachte ich “Haja Joggen reicht ja”, aber seit ich das Krafttraining nicht ganz ignoriere merke ich wie sich meine Haltung verbessert, dass ich länger stehen kann ohne das Gefühl zu haben, dass die beine wegbrechen. Vor allem auf Messen sehr praktisch.

sporty_03Ihr merkt ich bin eine Heimsportlerin. Was sind nennenswerte Vorteile davon? Naja ich kann meine Gammeljogginghose (oder optional gar keine Hose) tragen ohne mich verurteilen zu lassen. Trotzdem habe ich mich endlich aufgerafft mir eine ordentliche Sporthose zuzulegen um beim Inlinern nicht dauernd meine Jeans zu versauen, wenn ich mal wieder über einen Kieselstein gestolpert bin. Durchgestylte Sportkleidung ist in meinen Augen kein Muss, aber trotzdem finde ich das schöne Sportsachen einen regelrecht motivieren können um den inneren Schweinehund zu besiegen und den eigenen Po hochzubekommen.

Aber während Oberteile und Hosen in meinen Augen nur optional sind, solltet ihr bei zwei Dingen etwas investieren. Zum einen gute Schuhe und zum anderen Sport-Bras. Glaubt mir mit beidem arbeiten ihr leichter. Gute Schuhe unterstützen euch, geben euch Halt und sorgen dafür, dass eure Füße nicht so schnell ermüden. Lange Zeit hielt ich das ja für ein Gerücht, aber wenn man erstmal ordentliche Sportschuhe an den Füßen hat und locker lässig doppelt so lang joggen kann wie zuvor ohne zusammenzubrechen, dann merkt man was man an solchen Schuhen hat.

sporty_02Was ebenso wichtig ist, ist ein guter Sport-BH. Letztens musste ich  eine Unterhaltung überhören, die mich schaudern hat lassen „Sport BH? Ne braucht ich nicht – ich hab ja nur A“. Es ist total egal ob  ihr ein A B C D oder DD Körbchen vor euch her tragt, verzichtet niemals auf einen Sport BH. Beim Sport machen könnt ihr euch ansonsten böse Rückenschmerzen zuziehen oder sogar Gewebeschäden. Vor allem für die Damen, die gerne Joggen oder Aerobic betreiben, ist es besonders wichtig. Eure Brüste springen mit euch auf und ab und ohne die richtige Unterstützung schadet ihr eurer Brust. Ich selber habe einen stolzen Vorbau wie meine Mutter es gerne nennt. Für ich war es nie eine Option ohne einen Sport-BH laufen zu gehen. Ich habe mir sogar eine richtige Beratung gegönnt, bei der ich lernen konnte auf was ich in Zukunft achten soll.

Ein guter Sport BH sollte wirklich stramm sitzen ohne euch die Luft abzuschnüren (selbstverständlich oder), sucht euch ein angenehmes Material aus – nichts ist nerviger als ein BH, der auf der Haut kratzt. Für Frauen mit großen Brüsten ist es ganz wichtig, dass man auf Modelle mit breiten Trägern und Unterbrustband zurückgreift. Breite Träger liegen bequemer, schneiden nicht ein und mildern das Gewicht, dass ihr mit euch herumtragt.  Diese Modelle sehen zwar oft nicht so süß aus, aber manchmal hat man Glück. Mein Sport Bra ist von Brooksrunning aus der Rebound Kollektion*. ich sag´s euch als würden Engel meine Brüste tragen. Und genau das ist wichtig. Er sollte bequem sein und fest sitzen ohne zu zwicken.  Bei Schuhen und Sport Bra solltet ihr also lieber etwas mehr investieren und euch wirklich mal beraten lassen. Dann macht Sport gleich doppelt so viel Spaß.


Danke an Brooksrunning für meinen neuen Sport-BH

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8 Kommentare

  1. 20. Juni 2016 / 20:46

    Toller Beitrag! 🙂
    Ich bin ein totaler Fan von Kraftsport – egal ob im Fintessstudio oder Zuhause. Aber Cardio – nein danke! ^^
    Bei mir ist es so, dass ich mich tierisch überwinden muss Sport zu machen, doch sobald ich dann wieder in meinem Rhythmus bin vergeht kein Tag an dem ich nicht zum Sport gehe.

    Liebe Grüße
    Vanessa

  2. 20. Juni 2016 / 21:46

    Ich bin auch eine übelste Sportkartoffel. Mittlerweile geh ich aber mit 2-3 anderen Frauen jede Woche einmal schwimmen und oft spazieren, eine halbe bis ganze Stunde. Das ist für mich schon fast das höchste der Gefühle 😀
    Ich merke aber selber wie ich nach sowas immer zufriedener werde, auch wenn ich mich vorher echt überwinden muss. Gerade auf dem Rückweg von meinen Spaziergängen habe ich immer ziemlich fiese Berge, die ich bewältigen muss und danach fühlt man sich einfach nur gut 😀
    Zusammen mit der Ernährungsumstellung hab ich so jetzt schon ein paar Kilo runter und hoffe, dass ich somit komplett vom krassen Übergewicht weg komme. Tschakka für uns Sportmuffel!

  3. 21. Juni 2016 / 11:02

    Ach gott, du sprichst mir aus der Seele 😀 ich selbst habe auch eine Vorliebe für Essen, habe eine Schilddrüsenunterfunktion inkl. Hashimoto und mag Sport nur dann, wenn ich Bock drauf habe…. (das schlimmste: ich arbeite im Fitnessstudio 😉 haha)

    Aktuell läuft ein Gewinnspiel auf meinem Blog, mach doch gerne mit!

    xoxo, L.
    ——————
    http://www.LiyahGoesHollywood.de

  4. 22. Juni 2016 / 8:46

    Ich habe auch seit Mai angefangen, endlich mich aufzuraffen, um Sport zu machen. Figurentechnisch wäre das nicht wirklich notwenig gewesen, außer einen kleinen Bäuchlein, welches mich aber schon seit Jahren gestört hatte (was wohl von zuviel naschen kam und noch weniger Bewegung) Zuvor hatte ich es ca. 1x nur mit Yoga probiert, aber davon wird man sicherlich nicht schlank, zumindest in meinen Fall, und es kam wohl auch auf die Art an.
    Im Mai ldiesen Jahres legte ich mir dann ein Buch zu (welches ich auf meinen Blog vorgestellt habe) und wollte innerhalb von 60 Tagen das Krafttraining absolvieren. 5x die Woche, 2 Tage Pause. 9 Wochen lang. Anfangs war ich auch seeehr motiviert, jeden Tag was zu machen. Das Pensum stieg schließlich und die Anzahl der Übungen auch. Doch so zwischen den 30-35 Tag, also ziemlich in der Mitte,hatte ich mir eine Knieprellung zugezogen. Weil ich einfach mal zuuu übermotivert war, die ganze Einheit von ca. 100 Wdh. pro Übung zu schaffen.Nach der Schonpause wollte es nicht mehr so gut klappen und ich fühlte mich schlapper und schlapper. Das lag wohl nicht nur am Program sondern wohl auch an der Ernährung. Ich brach ab und entdeckte das Laufen für mich. Ich orientierte mich dabei an einen Artikel aus der Shape, wo versch. Sportarten aufgelistet wurden, was diese bringen und was die Ergänzung dazu wäre. Laufen hat mich sofort angesprochen, da es u.a. den Rücken stärkt (hatte früher oft Rückenprobleme) und die perfekte Ergänzung dazu Yoga & Krafttraining wäre. Also müsste ich auf beide Sportarten, die ich früher schon mal ausprobiert hatte, nicht gänzlich verzichten. Und heute stelle ich mir noch fein säuberlich meine Trainingspläne zusammen, welche Strecke ich laufen möchte usw. Dabei schaue ich auch, wie gut das mein Körper verkraftet, wenn ich mal etwas länger jogge als laufe.
    Krafttraining kommt nur noch 2x die Woche drann, dazwischen gibt es oftmals Yoga und an zwei Tagen gibts sportfrei 😉

    Das Buch hat aber auch seine gute Seiten gehabt, denn dadurch habe ich endlich meinen inneren Schweinehund besiegt & neue Übungen kennengelernt. Und ich esse nur noch 1x die Woche Süßes, damit man nicht wahllos alles in sich tagtäglich in sich hineinschaufelt. Das Fitnessstudio ist ir ehrlich gesagt etwas teuer, und selbst wenn – mich schrecken manche Bewertungen ab, die ich so lese; schlecht gewartete Trainigsgerätr, unfreundliches Personl, überfüllte Studios … da mach ich lieber in den eigenen vier Wänden weiter.

    Genug Romane geschrieben. Auf alle Fälle ein sehr schöner Beitrag^^

    Und ich kann nur voll und ganz zustimmen, ein bisschen Geld in gute Laufschuhe zu investieren. Man merkt den Unterschied einfach.

  5. 22. Juni 2016 / 16:58

    Schöner Beitrag, auch ich habe oft zuhause mit DVDs bspw. Shred trainiert. Nun habe ich mich doch in einem Fitnessstudio angemeldet, und gehe 3x die Woche. Früher habe ich es nicht durchgehalten, und bin nach kurzer Zeit nicht mehr hingegangen. Jetzt ist es irgendwie anders. – Dass mag aber auch an meiner Arbeitssituation liegen, die nun geregelter ist. Ich habe meist 2 Tage unter der Woche frei, arbeite zwar dann auch samstags, aber halt nur 4 Tage voll. So stehe ich an meinem freien Tagen früh auf und gehe gleich zum Sport und genieße es noch was vom Tag zu haben, wenn nachhause komme. Ob nun Fitnessstudio oder zuhause, ganz egal – Hauptsache wir haben die Muse überhaupt etwas für unseren Körper zu tuen und dass ganz entspannt. Man muss nicht immer gleich ein Ziel vor Augen haben, sondern sollte sich generell bewegen. – Das mit den Schuhen ist ein guter Punkt, ich merke gleich wenn ich auf dem Crosstrainer bin, ob ich auf einer guten Sohle stehe. & auch habe ich weniger Rückenschmerzen, wenn ich auf besseren Schuhen trainiere.

    Ich wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen und vor allem Spaß bei deinen Trainingseinheiten. Happy Day, Kaja

  6. 22. Juni 2016 / 20:28

    Ich bin ein wenig das Gegenteil, kann von Sport gar nicht genug kriegen 😀 Gehe teilweise 2-3 am Tag in Fitness Center, ist der absolute Ausgleich für mich ! :>
    Liebe Grüße
    Josi ;*
    http://www.josiiffashion.blogspot.de

  7. 22. Juni 2016 / 20:52

    Ein wirklich schöner Post. ich liebe Sport und bewege mich so oft wie nur möglich. Entweder tanze ich, gehe laufen, Rad fahren, wandern oder mache meine Workouts.
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

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