KW 06 | Der Vergleich und die Welt

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Seit einer Woche arbeite ich nun und habe nur noch wenig Zeit für den Blog. Ich muss an dieser Stelle wirklich mal ein riesiges Lob an die Berufstätigen Blogger aussprechen. Der Wahnsinn wie ihr das managet. Nun sitze ich hier vor meinem Sonntagsbeitrag und überlege mir ein Thema. Ich schaue bei anderen und denke mir : „Hm, die hat ja schon ein tolles Thema in diesem Posting.“ Und ich vergleiche mich mal wieder. Hallo sozialer Vergleich , ich habe dich fast gar nicht vermisst.

Eine Dozentin von mir meint immer wieder, dass der soziale Vergleich mit anderen absolut normal wäre und ein menschliches Grundbedürfnis ist. Das es ein Grundbedürfnis ist, kann ich so tatsächlich unterschreiben, das liegt wohl daran, dass ich ganz groß darin bin mich mit anderen zu vergleichen.

Ich messe mich gerne an anderen um daran zu wachsen. Ob es nun Noten im Studium sind oder allgemein das Erreichen von Zielen. Ich möchte mithalten können und dabei nicht irgendwo auf dem letzten Platz rumgurken ( außer vielleicht beim Cooper Test ). Aber an manchen Tagen macht mich das richtig kaputt. Denn wenn ich eben nicht das erreiche was ich von mir erwarte, leidet mein Selbstwertgefühl darunter und ich mache mich selber schlechter als ich bin. Meine Ansprüche an mich selbst wachsen von Vergleich zu Vergleich. Manchmal würde ich das glatt als „ungesund“ einstufen, aber die meiste Zeit fahre ich auf diesem Weg gut und bin zufrieden – ja schon fast stolz – auf mich.
Allerdings fällt mir in letzter Zeit eine Sache stark auf. Die ich fast schon erschreckend finde. Ich lese online immer mehr Postings, ob nun auf Blogs, Twitter, Facebook oder Instagram, bei denen sich andere Personen auch vergleichen. Eigentlich kein Problem, aber viele Posts davon haben einen negativen Beigeschmack. Warum das so ist? Nunja die Personen, die in besagtem Vergleich schlechter wegkommen, werden glatt schon belächelt und nicht für voll genommen. Frei nach dem Motto „Seht mich an, ich bin besser als ihr“. In meinen Augen ein richtig ekliges Verhalten. Man sollte jede Anstrengung von Anderen akzeptieren und wertschätzen, jeder hat schließlich eine anderes Maß an dem er gemessen werden kann. Nicht jeder startet vom selben Punkt aus. Und andere dafür zu belächeln finde ich einfach nicht in Ordnung. Wenn man sich selbst eine Stufe höher stellen will gibt es andere Möglichkeiten, sich zum Beispiel den Allerwertesten aufreißen um etwas zu Erreichen. Aber sich besser darzustellen auf Basis von anderen? Einfach nur ein schwaches Verhalten. Aber wie heißt es s schön : Es gibt immer schwarze Schafe!

Aber sind wir mal ehrlich, der Vergleich selber ist keine schlechte Sache. Mich persönlich spornt es an mich mit anderen zu messen und damit eventuell über mich selbst hinauszuwachsen. Solang das eigene Selbstwertgefühl – sowie das von anderen – darunter nicht leidet und man sich dadurch nicht absichtlich schlecht macht, kann das absolut nicht schaden. Aber manchmal finde ich es wirklich schwer mich davon nicht runterziehen zu lassen, vor allem wenn ich mich mit den falschen Menschen vergleiche.

 

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5 Kommentare

  1. 8. Februar 2015 / 15:08

    Hehe kommt mir bekannt vor 😉
    Ich messe mich auch zu viel an anderen und zweifle viel zu oft an mir selber.

  2. 8. Februar 2015 / 15:56

    Finde ich richtig gut, dass du dieses Thema mal ansprichst. Klar, sich zu vergleichen ist irgendwo sinnvoll, aber auf Dauer zieht es einfach nur runter. Vor Allem, da man nicht in Allem besser sein kann, als Andere. Man kann Anderen auch ruhig mal etwas Erfolg gönnen.

    Zum Thema Vergleichen: Ist dir auch dieser krasse Hype auf Instagram aufgefallen? Wo jetzt lauter Mädels anfangen, Fotos von den Victoria’s Secret Bodysprays zu machen, schön mit der klassischen weißen Ikea Deko im Hintergrund? Mittlerweile sehen so viele Profile genau gleich aus, das stimmt mich irgendwie traurig. Auch so eine Sache: Wenn man sich dauernd vergleicht und dann anpasst, dann bleibt irgendwann die Individualität auf der Strecke.

    Allerliebste Grüße an dich!
    Julia

    • 8. Februar 2015 / 17:26

      Hey,
      Unter dem Gesichtspunkt mit Insta habe ich das noch nie gesehen. Aber du hast recht! Genau das passiert dann. Adieu Individualität. Wirklich Schade

  3. 8. Februar 2015 / 16:36

    Toller Artikel, in einigen Punkten erkenne ich mich da sehr wieder. Als ich meinen Blog gestartet hab, hatte ich das sehr oft, dass ich mir so dachte jaa die Bilder von der und der sind viel besser, warum hat sie mehr klicks usw… Mittlerweile händle ich das so, dass ich entweder versuche bei mir etwas zu verbessern, eventuell frage ich sogar die betreffende Person, oder ich finde mich einfach damit ab das es nicht zu meinen Stärken gehört 🙂 Bei dem Satz mit dem Cooper-Test musste ich voll grinsen, ich hasse den so hart, hab den glaub ich nie so richtig geschafft haha 😀

    Liebe Grüße, Selina

  4. 8. Februar 2015 / 20:03

    ich glaube ja, dass vergleiche eigentlich nur ins unglück führen können.. ! mir persönlich tut das jedenfalls nie gut. das gras auf der anderen seite scheint ja immer grüner zu sein ^^

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