KW 14 | Missgunst und Neid?

kw14

Unter Bloggern ist es oft so, dass ein gewisses Thema zu manchen Zeitpunkten sehr präsent ist. Dieses Thema wird dann auf Blogs, auf Twitter oder in Facebook Gruppen ausführlich durchdiskutiert. Ich habe das Gefühl, dass es aktuell „Missgunst unter Bloggern“ ist und nun will ich dazu natürlich auch meinen Senf abgeben.

Ich blogge nun sicher schon seit 5 Jahren durchgehend ohne Pause und dieses Thema habe ich nun schon so oft mitbekommen. Ich höre oft, dass sich viele Personen beschweren wie missgünstig und neidisch Blogger untereinander doch sein würden. Ich habe bei solchen Diskussionen meist nur stillschweigend mitgelesen, da ich es persönlich komplett gegenteilig sehe.

„Ich finde es so schade, dass alle Blogger nur noch missgünstig und neidisch sind. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass die Community immer größer wird. Das finde ich ja eher schlecht, früher war Bloggen noch was Besonderes und jetzt?“

Diesen Text habe ich so natürlich noch nicht gelesen, aber die Kernessenz mehrerer Beiträge, die ich lesen durfte wurde wahrheitsgetreu verarbeitet. Es verwundert mich, dass sich immer mehr über dieses Verhalten schreiben, denn ich hatte bisher das Glück nie etwas aktiv davon mitbekommen zu haben. Wobei man auch sagen muss, dass ich ein Mensch bin der sich umdreht und geht, wenn ihm etwas nicht passt. Übertragen auf den Blog würde das wohl heißen böse Kommentare zu löschen, missgünstige Menschen aus den Social Media Kanälen zu löschen and so on. In meinen Augen auch eine gute Vorgehensweise, denn so muss ich mich mit so etwas nicht beschäftigen. Das mag jetzt vielleicht etwas arrogant klingen, aber ich belaste mich ungern mit Negativität von Außen.

Da ich mir sehr wohl vorstellen kann, dass andere wiederum mehr unter so etwas leiden als ich, haben diese Diskussionen wohl durchaus ihre Daseinsberechtigung. Allerdings habe ich als Außenstehende Gefühl, dass diese Diskussionen dann selber immer mehr missgünstige Kommentare hervorbringen. „Früher war es noch etwas Besonderes, es bloggen einfach zu viele“. Ich finde Heterogenität und Vielfalt ist eine tolle Sache – auch bei Blogs – scheinbar sehen das einige anders und würden das am liebsten unterbinden um selber wieder ein individuelles Hobby zu haben. Geht’s denn noch? „Ja ich finde auch dass immer mehr Neid im Spiel ist, aber viele bekommen einfach alles unverdient hinterher geworfen“. Ich würde mir wirklich nie anmaßen zu beurteilen, wer wieviel verdient hat, denn ganz ehrlich? DAS finde ich missgünstig. But that´s none of my Business.

Viele beschweren sie über Missgunst und Neid und vergessen dabei vor ihrer eigenen Haustüre zu kehren. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und man selber entscheidet zu welcher man gehören möchte. Aber sich beschweren und sich selber so verhalten ist einfach keine Art in meinen Augen. Klar kann man die Fehler bei Anderen suchen, aber man sollte immer bei sich selber anfangen.

Und nun mal Butter bei de Fische: Ich liebe es zu bloggen, noch nie habe ich so viele nette Menschen kennenlernen dürfen. Personen, denen ich gerne alles haargenau erzähle, weil sie die Materie verstehen und sich für mich freuen können und ich mich auch für sie. Und klar gibt es unter dieser gigantischen Gruppe sicher auch Personen, die missgünstig und neidisch sind. Aber sobald ich das merke, muss ich mich mit solchen Charakteren nicht mehr beschäftigen. Wie im realen Leben eben auch, man muss sich das Leben nicht freiwillig schwer machen. Denn auch online haben wir die Möglichkeit uns einfach umzudrehen und „Nein Danke, so nicht“ zu sagen. Stundenlange Facebook Diskussionen ändern daran nichts, sondern nur unser eigenes Verhalten.

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11 Kommentare

  1. 5. April 2015 / 11:09

    Ach man ey, ich hasse diese Diskussion. Und ja, du hast recht, das Thema wird in der letzten Zeit echt breit getreten.

    Das Problem ist: Viele Blogger beschäftigen sich ja wirklich intensiv mit dem Bloggen (was ja per se nichts schlechtes ist!) Mit ihren eigenen Posts, mit ihrem Blog und wie sie ihn noch verbessern können und eben auch mit den Themen die sie beschäftigen und dadurch noch einmal mehr mit anderen Blogs. Natürlich schreiben sie über ein Thema und gucken sich zu einem ähnlichen Thema auf anderen Blogs ähnliche Posts an. Und wenn man danach sucht, wird man wirklich überschwemmt. Man ist so in der Bloggosphäre drin, dass man gar nicht wahr nimmt wie viele andere Menschen eben KEINEN Blog haben. Man sieht nur noch die Menschen mit Blog.

    Ich für meinen Teil werde immer noch ein bisschen fragend-seltsam angeschaut, wenn ich dann doch mal erzähle, dass ich blogge. Viele Leute wissen dann gar nicht, was das genau ist, dieses bloggen. Und das kommt auch oft von Menschen, die viel online sind und sich viel mit dem Internet auseinander setzen. Das bestätigt mich ein bisschen darin, dass es gar nicht so überlaufen sein kann. Natürlich ist es (und das ist unabstreitbar!) in den letzten Jahren ein sehr populäres Hobby, aber irgendwann wird auch das wieder vorbei sein.

    Ich finde auch eher, dass diese Missgunst von den Leuten ausgeht, die sich selbst darüber beschweren. “Man, warum hat Person x schon wieder etwas zu geschickt bekommen und ich nicht?” oder “Sie hat das doch gar nicht verdient, ihre Posts sind immer so langweilig!”. Dessen Wurzel liegt meiner Meinung nach oft darin, dass ebendiese Personen sehr unsymphatisch auch auf ihren Blog rüber kommen. Würde ich als Firma oder ähnliches meine Produkte an Blogger verteilen/verschenken usw., dann würde ich doch darauf achten jemanden zu nehmen, der mir symphatisch, ehrlich und eben auch jemand der vielleicht nicht so krass pseudo-professionell ist. Ich habe nichts gegen Blogs die professionell sind, im Gegenteil (sonst würd ich deinen ja nicht lesen!), allerdings gibt es eben welche die übertreiben bei der ganzen Sache. Die ziehen das auf wie Arbeit und das merkt man in der Qualität. Und wenn man das ganze so plastisch und gezwungen rüber bringt, kommt das wieder wie Werbung. Und das ist ja genau das, was Firmen nicht suchen. Vielleicht sollte man, wie du schon sagtest, mal vor der eigenen Haustüre kehren und sehen, was für ein Dreck sich da befindet. Erst wenn man seinen eigenen Dreck zusammen gekehrt und entsorgt hat, kann man danach beurteilen was für ein Typ Mensch man ist und was der andere für ein Typ ist. Sich den Spiegel vor die Nase zu halten hat bisher kaum wem geschadet 😉

  2. 5. April 2015 / 11:59

    Ich habe schon auf so einen Beitrag gewartet, wollte auch noch was zu dem Thema schreiben. Ich bekomme es nämlich etwas verstärkt mit seitdem ich meinen Blog mit auf den Gewerbeschein schreiben lassen habe.

    Klar, damals waren wir Blogger noch überschaubarer und die Grenze zwischen “Ziemlich erfolgreich” und “Frischling” war ziemlich groß, mittlerweile gibt es so viele Blogs, dass es keine wirklichen Grenzen mehr gibt.

    Dass sich Blogger für etwas besseres halten, nur weil sie haufenweise Kooperationen und Gelder abbekommen, finde ich wortwörtlich scheiße. Niemand gönnt niemandem mehr was – warum frage ich mich da?

    Letztens habe ich ja über eine Blogger-Freundschaft geschrieben und auch dass man viel weiter kommt wenn man gemeinsam am Strang zieht. Hoffentlich sehen das bald auch mehr 🙂

    Frohe Ostern ♥

  3. 5. April 2015 / 12:06

    Dankeschön, ich hatte in meinen 3 Jahren bloggen ebenfalls noch keine negative Erfahrung machen müssen. Weder beleidigende Kommentare noch irgendwie Neid oder ähnliches. Natürlich glänzen auch bei mir die Augen wenn ich sehe wie Jana von bekleidet.net momentan in der Karibik mit einer Jacht umher schippert und das süße Leben genießt welches mir wohl noch nicht vergönnt war. Aber das ist doch auch der Grund weshalb wir die Post’s lesen. Würde ich keinerlei Interesse an so einer Reise haben, würde ich es nicht anklicken. Zu sagen ‘Oh man ich freu mich sehr für dich’ ist auch irgendwie seltsam, denn tut man das wirklich?
    Liebst,
    Farina

  4. 5. April 2015 / 12:12

    Ein sehr schöner Beitrag! Seit viele auch beruflich bloggen finde ich nimmt das irgendwie zu, aber wie du schon sagst muss man mit so jemand nicht verkehren! Das hat auch nichts mit Arroganz zu tun, wenn man sich mit negativen Menschen nicht umgeben will.

  5. 5. April 2015 / 12:59

    Endlich spricht das mal jemand aus. Ich stimmt dir in allem was du schreibst zu.
    Ich finde es schade, dass es soweit gekommen ist.
    Erst neulich habe ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten, dieser selber einen Blog führt.
    Schön, das du darüber einen Beitrag verfasst hast.

    Liebst, Vanessa von
    http://www.coeurroyal.de

  6. 5. April 2015 / 13:01

    Endlich spricht das mal jemand aus. Ich stimme dir in allem was du schreibst zu. Erst neulich habe ich mich mit einer Freundin, die auch einen Blog führt, darüber unterhalten.
    Ich finde es schade, dass es soweit gekommen ist.
    Schön, dass du darüber einen Beitrag verfasst hast!

    Liebst, Vanessa von
    http://www.coeurroyal.de

  7. 5. April 2015 / 13:02

    Ich halte es so wie du, ich ignoriere solche Menschen einfach, die einem nichts gönnen. Und generell alle, die irgendwie unsympathisch sind. Ich meine, ab und an lande ich auf den Blogs, wo ich mir denke – wie hat sie denn so viele Leser gesammelt mit den langweiligen Posts oder dem komischen Layout? Aber dann verlasse ich den Blog und interessiere mich nicht weiter dafür, warum sollte ich. Die meisten Blogger, die erfolgreicher sind als ich, stecken auch viel mehr Zeit und Geld und noch mehr Zeit in ihren Blog, dann ist es verständlich. Den allerallermeisten gönne ich den Erfolg und ansonsten behalte ich meine Gedanken zumindest für mich 🙂 Aber insgesamt sehe ich es so wie du, ich habe durch das Bloggen sehr tolle Menschen kennen gelernt 🙂

  8. 5. April 2015 / 13:48

    Huhu.
    Ich finde deinen Text wirklich schön Geschrieben.
    Ich Blogger erst zeit über einem Jahr und mach es total gerne. In dieser Zeit, habe ich tolle Menschen und andere Blogger kennengelernt, den davor habe ich immer nur gelesen gehabt. Ich finde es schwachsinnig, auf andere neidich zu sein, den es gibt ja keinen Grund dafür.

    Ich finde ja, dass Bloggen immer noch was besonderes ist. Obwohl es Tausende Blogs gibt. Die meisten hören aber nach wenigen Monaten wieder auf. Es ist ein kommen und gehen. Ich kenne aber auch noch zig Menschen, die keine ahnung haben, was Bloggen ist.

    Liebe Grüße

  9. 5. April 2015 / 14:27

    Schön, dass du das Thema so ehrlich aufgegriffen hast. – Manchmal frage ich mich schon aus welcher Motivation – Blogger – einen Blog ins Leben rufen? Ich habe es damals getan, weil ich unheimlich gerne – TEILE – schon damals privat bei Facebook, neue Serien, neue Apps, liebte es mein Essen in Szene zu setzen, … auch ich vergesse, dass manchmal – dass ich in Perfektionismus verfalle. Gut, dass ist aber ein anderes Thema.- Welche Motivation? Häufig beobachte ich wie es nur noch um kostenlose Goodies geht, und um Trends ohne die persönliche Note zu beachten. Das wiederum finde ich sehr schade, aber neide es nicht. Nicht ohne Grund ist “Neid”, eine der 7. Todsünden. & ich finde es viel schöner, wenn wir alle Wissen teilen können, als anderen zu neiden.

    • 5. April 2015 / 19:15

      Liebe Anni,

      finde ich toll, dass du das Thema so direkt ansprichst. Ich blogge ja erst seit ca. 6 Monaten und bin zum Glück meist auch nur netten Bloggerinnen begegnet, die wirklich alle sehr hilfreich waren/ sind und mich in Bereichen wie Bloggestaltung (wie wo was eingestellt werden kann usw.) aber auch in Anleitung wie ich Fotos mache und mit welchrm Equipment sie es machen. Ich hab leider in der kurzen Zeit auch durchaus bemerkt, dass es doch mit Neid zugehen kann, so wie im Real Life auf der Straße.
      Ich habe über die Jahre auch gelernt, wie du schon sagst, mich nur mit Menschen und Dingen zu umgeben die mir gut tun. Alles andere ignoriere ich und es geht mir so viel viel besser. Warum sollte ich meine Zeit mit negativen und mich unnötig belastenden Dingen verschwenden? Das klingt in der Tat sehr arrogant, hab ich durchaus auch schon zu hören bekomm, aber ich gestalte mein Leben und es ist zu kurz um mich mit sowas rumzuärgern.
      Natürlich kann man nicht allem negativen aus dem Weg gehen, aber ich habe es in der Hand es einschränken und lenken zu können. Bloggen hab ich durch Zufall für mich entdeckt, weil ich so meine Leidenschaft zeigen und mit anderen teilen kann und ich finde es großartig. Es entspannt mich und lässt mich einfach ganz andere Dinge, ja auch andere Seiten an mir entdecken 🙂
      Schön, dass auch ernstere Themen angesprochen werden, das kehren viele heutzutage unter den Teppich und sind ganz in ihrem Hamsterrad. Toll zu entdecken, dass auch sowas hier Platz findet. 🙂 LG Sandra

  10. 19. April 2015 / 12:53

    Ich bin auch neidisch (gewesen). Dass andre mehr Leser haben, mehr Geld für gute Ausrüstung, mehr Ideen, mehr Kooperationen. Aber ich denke mittlerweile: “Dann ist das eben so. Ich bin keine Maschine, die Leser generiert, ich habe eben wenig Geld, ich machs doch trotz meines Equipments gut.” Und habe mich längst davon losgerissen, mich gedanklich über Leseranzahlen zu definieren. Denn letztendlich sagt das nichts aus wenn nachher doch nur 20 Leute die Beiträge lesen. Dann lieber User, die meine Beiträge und den Blog mögen – und wenns nur 100 sind.

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