KW 27 | Lass dir nichts kaputt machen

KW_27

Ich sitze lachend mit den Leuten aus meinem Studiengang an einem Biertisch. Wir erzählen uns Geschichten, die wir noch nicht von uns kennen wir reden ausnahmsweise mal nicht über laufende Medienprojekte und Prüfungen. Es ist einfach angenehm und ich grinse: Eigentlich hatte ich gar keine Lust aus dem Haus zu  gehen, warum sind die Feste auf die man anfangs gar keine Lust hat einfach immer die Besten? Partys und Feste auf die ich mich im Voraus immer  freue, sind selten so gut bis hin zur totalen Katastrophe.
Ich bin froh, doch gegangen zu sein und habe den schönsten Abend seit langem gehabt.  Einfach zusammen sitzen, ein Bier trinken und reden. Sowas hatte ich schon lang nicht mehr.
Es ist erschreckend, dass ich auf diesen tollen Abend  verzichten wollte nur weil mir eine der anwesenden Personen nicht in den Kram gepasst  hat– in meinen Augen zurecht ein unausstehlicher Mensch.  Aber  irgendwann habe ich realisiert, warum soll ich mir selber etwas kaputt machen, dass mir Spaß macht nur um einer Person aus dem Weg zu gehen. Dass macht mir die Person logischerweise noch unsympathischer weil ich wegen ihr auf etwas verzichten muss, und ihr dafür die Schuld gebe, allein für ihre Anwesenheit. Wie unlogisch und undurchdacht das ist weiß ich selber.  Ich habe  es schlussendlich ja auch realisiert und bin über meinen Schatten gesprungen.  Ich muss einfach lernen mir  etwas nicht von anderen kaputt machen zu lassen. Auf Dauer macht mich das nur unglücklich, ich muss an Sachen, die mir Spaß machen einfach festhalten.
Ich muss mich mit besagten Personen ja nicht abgeben und kann sie einfach ignorieren. Auch wenn mir das manchmal schwerfällt, manche Dinge sind es einfach wert. Mein eigenes Leben sollte nicht von Leuten geprägt sein, auf die ich eh verzichten möchte. Wie sagt es meine Mutter immer : Einfach leise zählen 21…22…23, bis man sich beruhigt hat und dann einfach weiter leben. Die beste Taktik die man haben kann.

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5 Kommentare

  1. 6. Juli 2014 / 16:36

    Hihi, ja das kenne ich!
    Vor allem, wenn man sich auf etwas freut, wochenlang vorher plant und rumhibbelt-dann wird es meistens ehr so la la
    Gut, wenn man Freunde hat, die einen auch mal spontan aus dem haus zerren 😉

    Das mit dem jemanden überhaupt nicht leiden können und diese person dann versuchen zu ignorieren – das kenne ich. Und es kann manchmal soooo nervig sein -.-*

  2. 6. Juli 2014 / 17:09

    Ein schöner Beitrag, in dem ich mich (leider :D) auch wiederentdecke. Früher dachte ich ja noch, das ginge nach der Schulzeit vorbei. Doch es gibt überall Menschen, mit denen man nicht ganz grün ist. Es hat bei mir eine kleine Weile gedauert, bis ich kapiert habe, dass soetwas mich nicht von meinem Glück abhalten darf.

  3. 6. Juli 2014 / 17:15

    Das mit dem Zählen hat mir auch schon sehr oft geholfen. Aber ich lasse mich doch immer wieder dazu verleiten, direkt zu handeln. Oft ist es bei mir so, wenn ich irgendwie dumm angemacht werde, dann werde ich Pampig, außer ich zähle vorher, dann fällt mir meistens ein guter Konter ein (:
    Allerliebst <3

  4. 6. Juli 2014 / 20:18

    Wie Recht du hast! Ich bin meinem Exfreund auch lange aus dem Weg gegangen, da er bei einem guten Freund mit dabei wohnt… aber irgendwann war mir das zu doof. Sein Pech, wenn er ein Problem mit mir hat ^^

  5. 6. Juli 2014 / 23:21

    Sehr wahr und auch ich entdecke mich wieder.
    Oft habe ich dieses Gefühl auch, wenn ich z.B. irgendwo eingeladen bin wo ich niemanden kenne. Da habe ich zur Zeit grad wieder eine Einladung und täglich wechselt meine Meinung von Ja zu Nein…ich kenn ja niemand. Eigentlich ja Käse, aber ganz abstellen kann man es nicht. LG

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