Plastic Free July – ein Selbstexperiment

Heute geht es mal wieder um etwas Nachhaltigkeit auf dem Blog. Ich habe im Juli nämlich ein Selbstexperiment versucht und zwar den Plastic Free July. Wie es funktioniert hat und was ich zu berichten habe? Das erfahrt ihr heute.

Plastic Free July

Der Plastic Free July existiert seit 2011 und wurde in Australien ins Leben gerufen. Wie es der Name schon verrät, geht es hier darum, im Juli gezielt auf Plastik zu verzichten. Damit soll das Bewusstsein  gesteigert werden und ich wollte es unbedingt versuchen und sehen ob ich es umsetzen kann und dabei einfach mein Mindset für dieses Thema etwas schärfen.

Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht in jedem Lebensbereich hundertprozentig erfolgreich sein könnte. Aber ich sah diese Aktion als Impuls um kleine Fortschritte zu machen, die ich auch leicht im weiteren Alltag nach dem Juli umsetzen kann. Dabei habe ich nicht nur auf Plastik geachtet, sondern auch auf diverse Großkonzerne, die ich nach und nach meiden möchte.

Einkaufen Lebensmittel

Das Lebensmittel einkaufen ist wirklich der Teil, wo ich mit dem meisten Plastik konfrontiert werde. Die eingeschweißte Gurke, abgepackte Salate und Tomaten, Reis in Plastikverpackungen und und und.

Beim Einkaufen achte ich eben darauf, dass vor allem bei Gemüse und Obst lieber zu der Alternative ohne Umverpackung gegriffen wird. Hier kann man sich kleine Baumwollsäckchen kaufen, wenn es einen stören sollte, wenn das Obst durch den Einkaufswagen rollt. Auch beim Salat kann man leicht Abstriche machen, dann lässt man den abgepackten Eisbergsalat eben liegen und greift lieber zum Kopfsalat.

Fleisch und Käse kaufen wir seit diesem Monat aktiv an der Fleisch- und Käsetheke. Hier bekommen wir natürlich das in Plastik eingeschlagene Papier, aber die große Verpackung fällt trotzdem weg. Bisher ist es bei uns aus Hygienegründen noch nicht erlaubt, die eigene Tupperdose mitzubringen. Ich hoffe hier ändert sich bald etwas! Zu Hause räume ich das Essen nämlich eh in eine Dose um und das Papier kommt direkt weg. Das würde mir Arbeit sparen und es wäre toll für die Umwelt, ich wäre hier inzwischen auch total bereit für ein Pfandsystem zu zahlen.

Bei Milchprodukten wie Jogurt ist die Umstellung eigentlich auch recht einfach gewesen. Anstatt eine Verpackung mit 4 kleinen Jogurt zu nehmen, greife ich lieber gleich zum großen Glasbehälter. Bei Sahne oder Creme Fraiche sieht das Ganze etwas anders aus. Hier haben wir leider gar keine plastikfreie Alternative.

Zum Plastic Free July konnten also einige kleine Dinge umgesetzt werden, aber da geht natürlich noch viel mehr! Was diesen Monat beim Einkaufen allerdings Einzug gehalten hat, war das Nachschauen welche Marke eigentlich zu welchem Konzern gehört. Ich möchte langsam anfangen,  Großkonzerne wie Nestle zu meiden. Und ich war entsetzt, wieviele Marken eigentlich zu nur einer Kopfmarke gehören. Viele Dinge, die ich früher ganz intuitiv gekauft habe, bleiben jetzt im Regal liegen und werden durch Alternativen ersetzt. Für manche Dinge dagegen konnte ich gar keine Alternativen finden und habe das geplante Rezept für das Sonntagsessen dann nur kurz umgeschrieben.

Trotzdem ist hier noch großer Verbesserungsbedarf. Müsli und Reis könnten wir in einem Unverpackt Laden in der Nähe kaufen. Das bedeutet zwar einen viel längeren Einkaufstrip, aber um es mal zu versuchen und anzutesten, wäre es mir das wert.

Beauty und Bad

Das Bad und allgemein Beauty ist wohl die größte Baustelle bei mir. Als Blogger habe ich über die Zeit natürlich einiges an Pressegeschenken und Kooperationsgegenstände bekommen, vor allem im Bereich Beauty. Hier strotzt es nur so vor Plastikverpackungen und es stört mich schon. Aber noch schlimmer als das Plastik fände ich, diese Sachen nun einfach rigoros wegzuwerfen, das wäre nämlich nichts anderes als Verschwendung. Daher steht hier allgemein eher das Aufbrauchen im Fokus um endlich etwas dauerhaft Ändern zu können.

Trotzdem hat sich im Juli hier einiges geändert, auch wenn es nicht nach viel klingt. Zum einen habe ich schon seit längerem die Seifenpumpspender vom Waschbecken verbannt und bin hier auf Stückseife umgestiegen. Nicht nur dass es Plastikfrei ist, es ist auch günstiger. Dieses Seifenstück hält mir nun schon so lange im Vergleich zu einem Pumpspender. In der Zukunft könnte ich mir also auch definitiv vorstellen, dass klassische Duschgel zu verbannen und auch hier auf Stückseife von z.B. Tanamera umzusteigen.

Im Bereich Haarpflege probiere ich mich seit Juli an Shampoo Bars von Lush. Die Umstellung ist definitiv schwer für mich, aber langsam gewöhne ich mich daran und kann mir auch vorstellen, dabei zu bleiben. Wenn ihr hier Tipps für weitere Marken habt, postet sie mir gerne in die Kommentare! Die logische Konsequenz ist für mich damit auch irgendwann auf Conditioner oder Spülung in dieser Form umzusteigen (wenn der Vorrat aufgebraucht ist). Auch mein Freund nimmt diese Änderung gut an und hat sich viel schneller umgewöhnt als ich.

Ansonsten versuche ich beim Einkaufen nun gezielt nach Glasverpackungen ohne Pappumverpackungen zu suchen. Da findet man definitiv schon einiges im normalen Handel.

Masken und Peeling sind für mich die nächste Baustelle. Hier möchte ich alles aufbrauchen und dann auf DIY umsteigen. Ein Peeling ist sehr schnell gemacht, wie zum Beispiel dieses Zitrone-Zucker Peeling. Dasselbe zählt für Masken, ob nun Hefe, Aloe Vera, Quark und anderes. In unseren Kühlschränken und Wohnungen befinden sich oft schon die besten Zutaten dafür. Hier gibt es eine schöne Zusammenstellung mit einigen Masken zum Selbermachen.

Ernährung und Food

Ich bin jemand der das Essen oft für einige Tage vorplant und auch beim Arbeiten immer etwas Selbstgemachtes dabei hat. Früher war ich ein totales Tupperboxen Kind, Mama sei dank. Das hat sich bei mir auch nicht geändert. Mein Frühstück und mein Mittagessen habe ich immer in Tupperboxen dabei.

Früher habe ich mein Brot vielleicht noch in Frischhaltefolie eingewickelt, aber diese Macke habe ich mir schnell wieder abgewöhnt. Auch die Tatsache, dass ich manche Auflaufformen nur kurz mit Alufolie abdecke, hat mich gestört und wurde schnell aus dem Alltag entfernt. Das Essen kurz in eine Dose umfüllen, ist schließlich eine Sache von wenigen Minuten!

Bei der Ernährung selbst gibt es zum Plastikverbrauch nicht viel zu sagen, alles wurde schon weiter oben erwähnt. Allerdings achten wir aktuell sehr viel genauer auf das WAS wir essen. Das ist schließlich auch ein nachhaltiges Thema, auch wenn es etwas ab vom Thema Plastik ist. Unser Wurstverbrauch ist aktuell bei 0%. Früher haben wir sehr viel Wurst gegessen, aber seit Kurzem haben wir hier im Haushalt gar keine Lust mehr darauf. Und wenn es uns doch mal gelüstet, dann wird sie regional beim Metzger geholt und darf auch mehr kosten.

Der ganz normale Alltag

Das schwerste für mich war tatsächlich der ganz normale Alltag, der ja nicht immer ganz geplant abläuft. Den Einkauf und was daheim passiert kann man eigentlich punktgenau planen, aber wenn ich unterwegs bin, fällt mir gerne mal auf, dass ich jetzt etwas vergessen habe. Darunter fällt zum Beispiel mein Coffee To Go Becher. Ich gebe mir immer wieder Mühe ihn nicht zu vergessen, trotzdem passiert es mir dann recht häufig. Wenn ich dann unterwegs einen Coffee to Go möchte, habe ich schon fast ein schlechtes Gewissen. Verzicht ist an dieser Stelle das Zauberwort und hoffen, dass man das nächste Mal nicht so vergesslich ist. Wenn ich allerdings gar nicht anders kann, verzichte ich wenigstens auf den Plastikdeckel (…und habe trotzdem ein schlechtes Gewissen).

Beim Ausgehen vergesse ich auch häufig nach einem Getränk ohne Strohhalm zu fragen, dabei versuche ich mir das aktuell echt anzugewöhnen. Kleinvieh macht schließlich auch Mist. Was mich auch gestört hat in dieser Zeit, war die Tatsache wie wenig Essen es mal kurz zum Mitnehmen gibt, das kein Plastik enthält. Wenn ich ungeplant länger unterwegs bin und mich der Hunger plagt, kann ich mir den Gang in die meisten großen Supermärkte sparen, wenn ich etwas ohne Plastikumverpackung haben möchte. Da in Zukunft lieber etwas Obst auf Vorrat einpacken.

Wenigstens habe ich inzwischen immer meine Ersatztragetasche dabei. Eine Große liegt im Auto und in jeder Handtasche befindet sich eine. Damit kann ich bei spontanen Einkäufen immer auf Plastiktaschen verzichten. Ob nun aus Baumwolle, Canvas, Jute oder Bambus. Hier gibt es ein so großes Angebot, dass das kein großer Aufwand ist.


Dieses ganze Experiment hat mir eines gezeigt und zwar, dass ich noch einen langen Weg vor mir habe, den ich aber definitiv gehen möchte. Dafür muss ich aber einfach auch beginnen aktiv meinen Alltag umzugestalten. Einfach mal auf den Wochenmarkt gehen und dort Gemüse kaufen, damit kann man auch gleich seine Locals unterstützen und bekommt regionale Ware. Wir haben auch einen Unverpackt Laden, dem ich definitiv mal einen Besuch abstatten sollte, so kann ich bei Nüssen, Müsli und auch Reis langsam das Plastik vermeiden. Plastikvermeidung bedeutet vor allem zu Beginn einfach, dass man sehr viel aufmerksamer durch das Leben gehen muss und auch mal seine Routinen abändern muss, bis es sich wie das Normalste der Welt anfühlt. An diesem Punkt bin ich leider noch nicht. Aber mein Freund und ich sehen positiv in die Zukunft und gehen Schritt für Schritt bei diesem Thema weiter.

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14 Kommentare

  1. 27. August 2018 / 14:41

    Liebe Anni,
    ich finde Plastik frei super, muss aber sagen, dass ich bei druckempfindlichem Obst, die verpackten bevorzuge. Warum, da kann niemand umsortieren und sich die schönsten Früchte raussuchen. Alle sind dann angetatscht und unappetitlich.
    Alles Liebe
    Annette

  2. 27. August 2018 / 16:15

    Ein sehr spannendes Projekt!
    Ich lese immer wieder gerne Berichte dazu und ärgere mich selbst immer,
    wie viel Plastikmüll bei den unmöglichsten Dingen anfällt (Bio Gurken in Plastik).
    Ich bin auch ein großer Fan von Lush Produkten. Die riechen gut und sind dazu dann meist auch noch vegan! Auch wenn sie mal mehr kosten.

    Herzliche Grüße,
    Michelle von The Road Most Traveled

  3. 27. August 2018 / 16:34

    Was für ein tolles Experiment. Ich habe mir in letzter Zeit auch häufiger Gedanken dazu gemacht Plastik einzusparen. Wie Du schon sagst, ist es gerade beim Einkaufen schwer darauf zu verzichten. Ich achte hier auch immer auf unverpacktes Gemüse und nehme mir natürlich immer selbst einen Korb mit, um keine Tüten zu kaufen.
    Bei den eingepackten Sachen, wie Käse wird’s dann schwieriger. Leider wollen die Damen an der Käsetheke in der Kleinstadt noch nichts in Dosen o.Ä. packen…. mal sehen, wann ich sie “rumkriege” 😀

    Liebst, Elisa

  4. 27. August 2018 / 17:12

    Find ich super dass du auf de unnötigen Verpackungsmaterial hinweist.
    Für mich ist es zum Beispiel ganz selbstverständlich mein Obst und Gemüse einfach einzeln in den Einkaufswagen zu packen. Als ich das erste mal mit meinem Freund einkaufen war, war ich geschockt. Für zwei Äpfel eine Plastiktüte. Was? Wir brauchen Tomaten? Plastiktüte! Für die Paprika? Plastiktüte! Seit dem ich ihn drauf hingewiesen hab, wie Sinnlos das alles ist und ihm einige Videos zu den Folgen in der Umwelt gezeigt habe, denkt er nun auch um und versucht Plastikmüll zu vermeiden. Wenn ich dann mal eine Plastiktüte nicht vermeiden kann, versuch ich sie immer noch wiederzuverwenden.
    Aber da geht definitiv noch mehr. Ich weiß dass wir einen Verpackungsfreien Supermarkt iiiirgendwo in Osnabrück haben. Da gehst du mit deinem Glas oder deiner Tupperdose hin und lässt dir Reis, Nudeln, Müsli und was es sonst noch alles gibt, einfach dort hin abfüllen. Das hat nebenbei dann noch den Vorteil dass du dir nur so viel kaufst, wie du wirklich brauchst. Sowas sollte es viel öfter geben.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

  5. 27. August 2018 / 21:00

    finde diese Aktion einfach mega genial liebe Anni, da haben sich die Aussis doch was Tolles einfallen lassen! ich finde es beim Einkaufen übrigens am schwierigsten, wegen der ganzen eingepackten Sachen. wie du versuche ich immer auf die uneingepackten Alternativen zurückzugreifen, aber bei manchen Produkten gibt es einfach keine :/

    tolle Inspiration mehr auf seinen Lebensstil zu achten 🙂
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  6. 27. August 2018 / 21:43

    Mega wichtiges Thema! Toll, dass du so ausführlich darüber schreibst und es auch versuchst umzusetzen. Mein erster Gedanke war auch Lush, denn die haben eine gute Auswahl. Bei Pinterest gibt es auch tolle Rezepte für DIY Duschgele etc. Leider wird es noch viel zu einfach gemacht, alles schon verpackt zu kaufen 🙁

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

  7. 28. August 2018 / 7:09

    Toll das du beim Plastic Free July mitgemacht hast. Mir gefällt es richtig gut, dass das Thema immer mehr präsent wird und die Leute langsam beginnen umzudenken.

    Bei uns war das mit der Tupperware schon mal erlaubt, gehe aber davon aus, dass es immer noch erlaubt ist. – Verstehe da das Problem der Hygiene nicht.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.missfinnland.at

  8. 28. August 2018 / 9:40

    Tolle Aktion, davon habe ich gar nichts mitbekommen. Ich wohne noch bei meinen Eltern und kann deshalb nur wenige Dinge direkt entscheiden (z.B. den Einkauf, für den ich selten verantwortlich bin), aber ich werfe das Thema immer mal diskret in Gespräche ein, sodass meine Mutter sich darüber auch immer mehr Gedanken macht und auf Kleinigkeiten achtet.
    Ich kaufe auch keine Plastiktüten und habe vor einiger Zeit das Duschgel durch Stückseife ersetzt, aber beim Shampoo habe ich das noch nicht geschafft. Das habe ich bisher nämlich nur bei Lush am Stück gesehen und das war mir dann zu teuer um es mal auszuprobieren. Einen Unverpackt-Laden gibt es hier leider auch nicht, deshalb ich komplett plastikfrei für mich leider gar nicht machbar, nicht mal in der Theorie. Trotzdem versuche ich möglichst viele Kleinigkeiten zu verändern. Beim Coffee to go Becher habe ich auch immer ein super schlechtes Gewissen und benutze nun keine mehr. Wenn ich unterwegs Kaffee möchte, dann setze ich mich entweder hin und trinke ihn aus einer Tasse oder verzichte eben. Lebenswichtig ist er ja nicht, auch wenn es einem an manchen Tagen so vor kommt 😀

  9. 28. August 2018 / 11:30

    Ich glaube es kann echt schwierig sein gänzlich auf Plastik zu verzichten. Respekt, dass du es so durchgezogen hast. Gerade im Beauty-bereich ist es echt schwierig auf Plastik zu verzichten, was ich echt schade finde.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

  10. 28. August 2018 / 12:32

    Liebe Anni,

    da hast Du ein sehr wichtiges Thema angesprochen!
    Es ist tatsächlich besonders bei Lebensmittel einfach nur fürchterlich, wie viel Plastik verwendet wird. Mein Gelber Sack ist nach meinem Wocheneinkauf voll und das ärgert mich jedes Mal. Das sieht man besonders bei Obst, das in Behältern + Folie drumherum verpackt ist. ich greife zur Zeit auf Obst aus dem Garten meiner Schwiegeroma zurück.

    Viele Grüße
    Wioleta von busymama

  11. 29. August 2018 / 7:28

    Hey Anni,

    wow, eine tolle Aktion. Wenn ich jetzt grade so über das Einkaufen von Nahrungsmittel nachdenke, dann wird das schon schwer mit dem “Kein Plastik”.

    Was Duschgel/Seifen betrifft: Zum Duschen liebe ich die Seifen von Mannanaturseifen, allerdings haben sie meine Lieblinge aus dem Sortiment genommen (Eisschokolade, Lavendel und Zimt), daher bin ich am Überlegen, ob ich meine Duschseife nicht einfach selbst mache. Ich werde das mal testen. Die Zutaten dazu hab ich alle schon hier.
    Ich nutze gerade noch ein gekauftes Peeling, aber sobald das aufgebraucht ist, werde auch hier auf DIY umsteigen.

    Mein Waschmittel z.B. habe ich bereits selbst gemacht und in Glasflaschen abgefüllt. Und meine Wäsche riecht damit so viel frischer! Es ist günstiger und kein großer Aufwand. Und so spare ich auch hier schon das Plastik (die Zutaten habe ich auch umgefüllt bzw. wenn möglich in Dosen gekauft).

    Dein Beitrag stimmt mich wirklich nachdenklich. Eine Einkaufstasche hab ich zwar auch oft dabei, aber manchmal unterschätzt man es dann doch. Allerdings haben Rewe oder Lidl keine Plastiktaschen mehr, da greife ich dann auch lieber zu den Papiertüten. Nur beim Kaufland gibt es sie noch, was mich schon ein wenig stört.

    Solche Konzerne wie Nestlé möchte ich eigentlich auch aus meinem Leben verbannen. Aber ich stelle immer noch erschrocken fest, wie viel zu diesem Konzern gehört. Auch hier müsste ich mich mal mehr mit beschäftigen.

    Auf jeden Fall finde ich deinen Beitrag toll und inspirierend. Ich denke, ich werde auch mal ein wenig aufmerksamer durch das Leben gehen.

    Liebe Grüße
    Denise

    • Anni Hydrogenperoxid
      29. August 2018 / 22:08

      Danke für den super langen Kommentar 🙂
      So wie das klingt, machst du schon so viel dass ich mir von dir eine Scheibe abschneiden könnte 🙂
      Hättest du mir die Anleitung zu dem Waschmittel? Das würde ich sehr gerne mal selber ausprobieren

      • 3. September 2018 / 5:56

        Sehr gern!

        Ja, aber leider noch nicht genug. Plastik kann ich noch nicht ganz überall vermeiden, da kann ich mir eine Scheibe von dir abschneiden.

        Hier das Rezept:
        Für ca. 2l Flüssigwaschmittel:
        4 EL Waschsoda
        30g Kernseife
        10-20 Tropfen ätherisches Öl bzw. Duftöl (optional)
        2l Wasser
        Zum Aufbewahren eine Flasche oder ein Kanister (z.B. von alten Flüssigwaschmittel), einen hohen Topf, Küchenreibe, Schneebesen und Trichter

        Es gibt dann zwei Vorgehensweisen. Ich hab die erste genommen. Die zweite dauert nämlich wesentlich länger.

        Zubereitung:
        1. Kernseife mit der Küchenreibe raspeln oder mit einem Messer klein schneiden.
        2. Zusammen mit Soda in eine Schüssel oder einen Topf geben.
        3. Wasser im Wasserkocher aufkochen und über die Zutaten gießen.
        4. Mit dem Schneebesen für einige Minuten kräftig rühren, bis sich alles aufgelöst und gut vermischt hat.
        5. Mischung abkühlen lassen und für einige Stunden stehen lassen – je nach verwendeter Seife kann das Gemisch beim Erkalten etwas zu fest werden, ähnlich wie Wackelpudding. Dann einfach noch einmal kräftig umrühren, dann wird das fertige Waschmittel wieder flüssig.
        6. Nach Wunsch ätherische Öle einrühren.
        7. Fertiges Waschmittel in die Behälter abfüllen.

        Da kann es vorkommen, dass sich die Zutaten beim Stehen auch trennen. Ich schüttel die Flasche dann einfach wieder kräftig, um sie wieder zu verbinden. Die Wäsche riecht wirklich herrlich und ich vermisse das herkömmliche Waschmittel wirklich nicht.

        Die zweite Methode geht ein wenig länger, hält aber auch entsprechend länger:

        1. Kernseife mit der Küchenreibe klein raspeln oder klein schneiden.
        2. 700 ml Wasser aufkochen.
        3. Kernseifenraspel und Soda vorsichtig dazugeben und verrühren, bis sich alles im Wasser aufgelöst hat.
        4. Eine Stunde stehen lassen, danach mit weiteren 700 ml Wasser aufgießen, kurz aufkochen und gut verrühren.
        5. Nach ungefähr sechs Stunden beginnt die Mischung etwas zähflüssig zu werden, dann die restlichen 600 ml Wasser dazugeben, nochmal aufkochen und gut verrühren.
        6. Nach dem Abkühlen nochmal mit dem Schneebesen gut verrühren und ätherisches Öl dazugeben.
        7. In die Behälter füllen.

        Man kann dann einfach jeweils 100 ml pro Waschgang verwenden oder 200 ml, wenn sie stark riecht oder verschmutzt ist.

        Bei schwarzer Wäsche würde ich zusätzlich Essig als Weichspüler-Ersatz empfehlen, damit keine Seifenrückstände auf den Kleidern bleiben. Keine Sorge, man riecht davon nichts.

        Es gibt auch ein Rezept für Pulver-Waschmittel, falls dir das lieber ist. 🙂

        Liebe Grüße
        Denise

  12. 29. August 2018 / 14:44

    Liebe Anni,
    toller Beitrag. Ich benutze auch schon lang Stückseife und esse Äpfel aus unserem Garten und nehme Obst und Gemüse für die Arbeitspause in wiederverwenbaren Plastikschachteln mit, aber insbesondere bei Kosmetik hinke ich noch ganz stark hinterher, denn fast 100 % der Catrice und essence LE Produkte die ich oft teste, sind in Kunststoff verpackt.
    Liebe Grüße
    Nancy 🙂

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