Playlist | Subkultur-Nostalgia

Vor einigen Tagen war ich wieder auf der Suche nach neuer Musik auf Spotify. Ich habe gesucht und gesucht, aber irgendwie wollte mir alles nicht so ganz gefallen. Bis ich an der Playlist „Post-Hardcore Crash Kurs“ hängen geblieben bin. Und ich wurde instant in meine Jugend zurück katapultiert.

subkultur_NostalgiaDie von euch, die meinen Blog schon länger lesen, wissen wahrscheinlich noch dass ich ein extremes Emokind war. Eyeliner und Kajal in Schichten um die Augen aufgetragen, Sternchen Shirt, karierte Gürtel und Chucks und  dazu eine stolz aufgestellte Sonne. Für alle, die nicht wissen was eine „Sonne“ ist – man stellt seine Haare so auf wie ein Pfau seine Federn fächert. Um ehrlich zu sein, sieht das ziemlich doof aus, aber ich fand es geil. Also eben nur so lang bis ich es erstrebenswerter fand wie eine Wannabe-Scene-Queen a´la Kiki Kannibal – made by Myspace – auszusehen. Einige von euch schalten jetzt wahrscheinlich gerade ab,weil sie nicht wissen von was ich rede und es sicher klingt wie eine abstruse Wissenschaft.
Aber fakt ist einfach, dass ich zwar erwachsener geworden bin aber diese Zeit in meinem Leben mich extrem geprägt hat, mir die schönsten und verrücktesten Erinnerungen beschert hat und ich bis heute meine Freunde aus dieser Zeit zusammen halte. Ich war ein richtiges Emo-Kind und schäme mich dafür wirklich nicht – im Vergleich zu anderen. Diese Zeit ist schließlich ein Teil von mir. Und wenn ich ganz bestimmte Songs höre könnte ich stundenlang auf der Couch sitzen und nostalgisch an die Zeit im Schlosspark in Stuttgart zurückdenken.

Wi wir da saßen, als hätten wir uns im Dunkeln angezogen und gestylt, daneben eine Flasche süßer Erdbeersekt und mindestens eine Person hat die Gitarre auf dem Schoß und spielt einige Songs – darunter mit Sicherheit aber 10x Wonderwall von Oasis.  Mehr Metall im Gesicht als Thyssen & Krupp auf Lager hat und eigentlich konnten wir uns selber nicht erkennen, weil der Poni festgesprayt wie Beton vor unseren Augen gehangen hat. Andere Leute in unserem Alter sind lachend an uns vorbeigelaufen, aber es war uns egal – wir hatten ja uns und fanden uns auch alle ziemlich cool. Ich bin wirklich froh in diese Subkultur gerutscht zu sein und feiere jede Minute heute noch.  Und genau deswegen hat es mich vor Kurzem einfach geritten und ich musste meine liebsten Songs aus dieser Zeit in eine Spotify Playlist packen, damit ich zu jeder Zeit wieder eine kleine Zeitreise machen kann. Und eigentlich dachte ich immer, dass ein Playlist-Post nie Platz auf diesem Blog finden wird. Aber ich kann gar nicht in Worte fassen, wie wichtig mir einige dieser Songs sind und wie sie mich bis heute zum Lachen bringen wegen den Erinnerungen oder mich wegen den Lyrics bis zu Tränen rühren. Wer nun aber doch neugierig ist und sehen will wie peinlich ich damals aussah, der kann sich diesen Beitrag ansehen

Teilen:

2 Kommentare

  1. 8. August 2016 / 18:43

    Ich mag es super gerne Songs aus meiner Vergangenheit zu hören, die mich an etwas erinnern. Egal ob positiv oder negativ.

  2. 8. August 2016 / 19:23

    Ich habe auch letztens auch einige alte Songs gehört und das war wirklich mal wieder super schön zu hören 🙂

    Liebste Grüße,
    Marina von Love & Fashion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu